Spaziergängelchen

Neblig-nieselig war’s und bloß ein paar Grad über Null und trotzdem war den GANZEN Tag nur im Haus abhängen keine Option. Und weil die „gute“ Kamera schon lang nicht mehr mit mir auf Tour war UND ich gerade ein paar Minuten mehr Zeit habe als üblich, dachte ich mir, dass das doch eine gute Kombination ist, um mal eben aus der Versenkung aufzutauchen und der Online-Welt zu zeigen, dass ich weder ins (W)LAN-freie Universum verschollen noch Internet-abstinent geworden bin und – man merkt es vermutlich schnell – das mit dem Labern klappt ja auch noch ganz gut. Also, here we go, hauptsächlich in Schwarz-Weiß, weil’s in Wirklichkeit ja auch eher Grau in Grau war:

Und deshalb ist das erste Foto gleich mal ein Farbiges. Ich sag ja: Läuft mit dem Labern.

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Während er den Trail ein wenig von unnötigem Gestrüpp befreite, zogen diese Baumpilze meine Aufmerksamkeit auf sich und ich dachte mir: „Hoppla, das sieht ja fast so aus wie einst im Mai ein paar Kilometer weiter!“ Nostalgischer Seufzer… Zufriedenes Lächeln… Und weiter im Text!

Plötzlich war gar nicht mehr so viel von der Natur zu sehen, weil diese Metallmonstren so dominant aus der Landschaft emporwuchsen, dass meine Blicke daran kleben blieben. So ganz unästhetisch sind diese Hochspannungsmasten ja nicht, als Material für Fotos durchaus brauchbar und sie erfüllen wohl auch ihren eigentlichen Zweck, aber wer will diese Dinger schon mitten in der Natur stehen haben, neben der Pferdekoppel, wo sich die Maulwürfe so schön austoben?!

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Je nach Blickwinkel gab es natürlich (ha ha, Wortwitz!) ein bisschen mehr Natur, aber eben ziemlich verkabelt da oben auf der Höhe…

dscf0423b…und weil ich schon sooooo viele Bäume ohne Blätter geknipst habe in den letzten Jahren und ich einen schöner finde als den anderen und soooo viel Zeit dann doch nicht habe (von wegen zig Fotos bearbeiten und posten), beschloss ich, die Pracht kahler Äste dann doch einfach nur so zu genießen. Ohne Bilder.

Mit der Kamera konzentrierte ich mich lieber auf das weniger Natürliche, den Man-Made-Krams wie zum Beispiel dieses Baumstammschlagzeug. Sonderanfertigung in Eiche rustikal. Klingt ein wenig dumpf und hölzern, ist aber eben ein richtiges Oldschool-Exemplar, die Anzahl der Jahresringe lügt nicht.

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Dort muss man vermutlich klingeln oder laut rufen, wenn man den Bereich zwischen den beiden Eingängen betreten will, ohne von einer eventuell versteckt installierten Selbstschussanlage niedergestreckt zu werden. Ich mein… WENN da schon mitten im Wald so ein metallener Türrahmen steht und die unsichtbare Tür nur per Schlüsseldrehmechanismus geöffnet werden kann… ohne Namens- oder Hinweisschild…, dann ist das mehr als suspekt und daher mit Vorsicht zu genießen! Oder?

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Diesen Erdhaufen hat ein gewisser Jemand hübsch in der Pampa aufgestapelt. Quasi als Wegweiser zu einem besonderen Ort. Uuuuuh. Ob da nachts Elfen im Gestrüpp wilde Rock’n’Roll-Partys feiern, während nebenan der Hirsch besser nicht röhrt, da Hochsitze all over?

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Bäm! Denne hat’s koscht, wie manche bei uns sagen. Da in dem Bereich einige große Bäume niedergestreckt auf dem Boden liegen mit der Wurzel Richtung Himmel, scheint hier mal ein ordentlicher Sturm gewütet zu haben. Oder die eben schon erwähnten Rock’n’Roll-Elfen haben sich mit Hilfe irgendwelcher magischer Kräfte ihr eigenes Universum geschaffen. Wer weiß das schon so genau…

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