Dörthe

Gestern hatte ich eine ganz besondere Fotosession. Mit Dörthe. Das ist Dörthe:

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Ein – öh – Fahrrad. Aber ein ganz besonderes, unter anderem weil es das erste seit mindestens zehn Jahren ist, in dessen Sattel ich mein Hinterteil gepresst habe, und ich habe vor, das auch weiterhin immer mal wieder zu tun. Denn Radeln macht tierisch Spaß, auch wenn ich bereits auf einer der ersten Touren aus gegebenem Anlass das Wort „berschenuff“ (auf Hochdeutsch: bergauf) zum Unwort aller Zeiten gekürt habe.

Das folgende Bild erklärt übrigens, warum Dörthe Dörthe heißt:

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Als ich meine Augen schnell über die Schrift fliegen ließ, formten sich die Buchstaben in meinem Hirn zu „Dörthe“ – und „Diarrhoe“, aber das gefiel mir nicht so gut. Also wurde das Bike zur Dörthe.

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Ein bisschen ist der Lack schon ab (Ich war’s nicht!!!), aber ich finde, damit passt Dörthe gut zu mir. Auch weil sie ihren eigenen Willen hat. Sie erlaubt sich manchmal nämlich kleine Scherze. So kann es passieren, dass man trotz schnurgeradem, wunderbar ausgebautem Waldweg und moderatem Tempo plötzlich schwuppdiwupp irgendwo abseits des Weges in der Pampa liegt und sich wundert, wie man da hingekommen ist. Oder Dörthe lässt sich beim Bergauf-Schieben ohne Vorwarnung fallen (Dramaqueen!). Es kann auch vorkommen, dass sie die Totalverweigerung praktiziert, wenn beispielsweise Pferdehufe den Weg in eine Schlaglochpiste verwandelt haben und Madame irgendwann einfach beschließt, nicht mehr weiterzurollen. Meist ganz spontan, was ebenfalls zu unüblichen Absteigemanövern führen kann. Trotz alldem (oder gerade deswegen?) mag ich Dörthe wirklich sehr und ich finde, sie ist ein außerordentlich hübsches Rad und ein sehr genügsames Model – ohne zu quengeln warf sie sich in die schönsten Posen. Aber schaut selbst:

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